Heimatmuseum

dieser   engagierten   Arbeit   für   Ihre   Heimat   und   deren   Geschichte tragen    Sie    mit    dazu    bei,    ein    Stück    Seele    für    diesen    Ort    zu schaffen”, betonte er. Zum         Ortsjubiläum         wurde         die Sonderausstellung          „2000          Jahre Bierstadt    und    die    Wäschbachregion” aufgebaut.                Viele                weitere Sonderausstellungen      folgten:      Eulen, Puppen       oder die     Germania- Brauerei,     Apfelweinkultur     der     Region, Porzellan-Figuren,     Mercedes     Benz,     die Turnbewegung,   die   Fassenacht,   Schmuck, 110         Jahre         Freiwillige         Feuerwehr. Sammeltassen    und    vieles,    vieles    mehr konnte      hier      in      den      Vitrinen      schon bewundert werden. V or      Kurzem      stand      das Jubiläum          „200          Jahre Bierstadter         Kerb“         im Mittelpunkt,    das    mit    einer eigenen    Sonderausstellung gewürdigt       wurde.       Dazu waren      viele      Fotos      aus früheren   Jahren   ausgestellt: Von          Kerbezügen          mit Hunde-                               und Pferdegespannen             und Menschentrauben     an     den Straßenrändern,                von Karussells,     die     direkt     vor der     evangelischen     Kirche aufgebaut    waren    und    von einigen      örtlichen      Originalen      wie      dem      Süßwarenverkäufer Schreiner   Kall,   dem   Drehorgelspieler   Emil   Kneipp,   vom   Cramer Kall     mit     seinen     Ziegen     und     dem     Rücks     Michel     und     dem Kerbehammel. Stolz   war   das   Museumsteam   auf   den   alten   Kerbekrug   aus   Zinn aus   dem   Jahr   1817.   „Ein   einmaliges   Exemplar   aus   Privatbesitz,   das wir   als   Leihgabe   zeigen   dürfen“,   freut   sich   Bernd-Günther   Mai vom Museumsteam. Museumsteam ist vielfach engagiert Das      Team      besetzt      nicht      nur      die Öffnungszeiten    an    jedem    zweiten    und vierten    Sonntagnachmittag,    sondern    es repariert,   arrangiert   und   installiert   auch in    den    Museumsräumen.    Und    natürlich muss    auch    geputzt    werden,    denn    der Staub    macht    auch    vor    einem    Museum nicht halt.  ÖFFNUNGSZEITEN Geöffnet   ist   das   Heimatmuseum   Bierstadt   im   Dachgeschoss der      Alten      Robert-Koch-Schule      in      Bierstadt      in      der Venatorstraße   10   an   jedem   zweiten   und   vierten   Sonntag   im Monat   von   14   bis   17   Uhr.   Nach   Terminvereinbarung   (unter Telefon   0611-50   33   00,   Bernd-Günther   Mai)   ist   der   Zutritt aber    auch    außerhalb    der    Öffnungszeiten    möglich.    Der Eintritt ist frei. Aktuell    ist    die    Sonderausstellung    „150    Jahre    alte    Holz - schnitz ereien und Schmückkästchen“ zu sehen.
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ADRESSE Heimatverein Bierstadt e.V. Langfeldstraße 1c 65191 Wiesbaden-Bierstadt
KONTAKT Internet: www.heimatverein-bierstadt.de e-mail:    HVB
"Ein Stück Seele" für den Ort GESCHICHTE: Auf den Spuren des alten Bierstadts im Heimatmuseum
Von Barbara Yurtöven BIERSTADT     Bevor     man     die     Schätze     des     Heimatmuseums Bierstadt    in    der    Alten    Robert-Koch-Schule    bewundern    kann, muss   man   sich   zuerst   über   die   Treppen,   über   die   im   Laufe   von mehr   als   150   Jahren   unzählige   Schülerfüße   sittsam   geschritten, gelaufen    und    übermütig    gehopst    sind,    nach    oben    in    den zweiten Stock begeben. Einen Aufzug gibt es nicht. Dafür    kann    man    entlang    der    letzten    beiden    Treppen    schon einen    ersten    Blick    auf    Fotos    aus    der    Geschichte    Bierstadts werfen. U nter     dem     Dach     kann     man     dann eintauchen    in    eine    andere    Welt.    Hier findet           man           Exponate           und Informationen   zu   Bierstadt   und   seiner Geschichte,          aber          auch          zum Alltagsleben   in   früheren   Zeiten.   Neben einer    bäuerlichen    Küche    und    einem Schulzimmer     samt     Büchern,     Heften und     Schulbänken     sind     im     größten Raum    typisches    Handwerkszeug    der Leineweber     und     der     Schuster,     eine Hobelbank    und    Schnitzbänke,    sowie zwei      Ecken      weiter      Exponate      zur Geschichte    der    Bierstadter    Ziegeleien zu sehen. Z um        ersten        Mal        öffnete        das Heimatmuseum      des      Heimatvereins Bierstadt    am    27.    August    2001    seine Türen,   um,   noch   weit   vor   der   offiziellen Eröffnung,       die       ersten       Ergebnisse monatelanger    Arbeit    zu    präsentieren. Nicht      wieder      zu      erkennen      waren damals   die   Dachräume   der   Schule,   in denen       das       Heimatmuseum       nach jahrelangen   Bemühungen   seine   Bleibe gefunden     hatte.     Monatelang     hatten viele       fleißige       Helfer       fast       jedes Wochenende   geopfert,   um   die   Räume und    die    Exponate    ausstellungsreif    zu machen.      Zum      Museumsteam      der ersten   Stunde   gehörten   Siggi   Steiner, Peter    Riese,    Bernd-Günther    Mai    und die   mittlerweile   gestorbenen   Mitstreiter   Reinhold   Hepp,   Walter Menges   und   Walter   Vogel.   Erster   Museumsleiter   war   Wolfgang Heller.       Auch       er       ist       mittlerweile gestorben.       Aus       den       ehemaligen Lagerräumen    für    Schulmaterialien    im Dachgeschoss    der    damaligen    Robert- Koch-Schule    waren    helle,    freundliche Räume geworden, die die Schätze    aus    der    Vergangenheit    des Ortes und der Region beherbergen. „Ein Stück Seele“ für den Vorort Rechtzeitig          zum          Beginn          der Feierlichkeiten        zum        1075-jährigen Bestehen      des      Ortes      wurde      das Heimatmuseum     Bierstadt     im     März 2002   dann   offiziell   eröffnet.   Auch   der damalige                     Oberbürgermeister Hildebrand    Diehl    war    der    Einladung des      Heimatvereins      zur      Eröffnung gefolgt   und   zeigte   sich   beeindruckt   vom   neuen   Museum.   „Mit

Heimatmuseum

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ADRESSE Heimatverein Bierstadt e.V. Langfeldstraße 1c 65191 Wiesbaden-Bierstadt
KONTAKT Internet: www.heimatverein-bierstadt.de e-mail:    HVB
"Ein Stück Seele" für den Ort GESCHICHTE: Auf den Spuren des alten Bierstadts im Heimatmuseum
Von Barbara Yurtöven BIERSTADT   Bevor   man   die   Schätze   des   Heimatmuseums   Bierstadt in   der   Alten   Robert-Koch-Schule   bewundern   kann,   muss   man   sich zuerst   über   die   Treppen,   über   die   im   Laufe   von   mehr   als   150   Jahren unzählige   Schülerfüße   sittsam   geschritten,   gelaufen   und   übermütig gehopst    sind,    nach    oben    in    den    zweiten    Stock    begeben.    Einen Aufzug gibt es nicht. Dafür   kann   man   entlang   der   letzten   beiden   Treppen   schon   einen ersten Blick auf Fotos aus der Geschichte Bierstadts werfen. U nter      dem      Dach      kann      man      dann eintauchen   in   eine   andere   Welt.   Hier   findet man     Exponate     und     Informationen     zu Bierstadt   und   seiner   Geschichte,   aber   auch zum      Alltagsleben      in      früheren      Zeiten. Neben   einer   bäuerlichen   Küche   und   einem Schulzimmer    samt    Büchern,    Heften    und Schulbänken      sind      im      größten      Raum typisches   Handwerkszeug   der   Leineweber und    der    Schuster,    eine    Hobelbank    und Schnitzbänke,     sowie     zwei     Ecken     weiter Exponate    zur    Geschichte    der    Bierstadter Ziegeleien zu sehen. Z um          ersten          Mal          öffnete          das Heimatmuseum          des          Heimatvereins Bierstadt   am   27.   August   2001   seine   Türen, um,   noch   weit   vor   der   offiziellen   Eröffnung, die   ersten   Ergebnisse   monatelanger   Arbeit zu   präsentieren.   Nicht   wieder   zu   erkennen waren   damals   die   Dachräume   der   Schule, in      denen      das      Heimatmuseum      nach jahrelangen     Bemühungen     seine     Bleibe gefunden    hatte.    Monatelang    hatten    viele fleißige     Helfer     fast     jedes     Wochenende geopfert,   um   die   Räume   und   die   Exponate ausstellungsreif         zu         machen.         Zum Museumsteam   der   ersten   Stunde   gehörten Siggi    Steiner,    Peter    Riese,    Bernd-Günther Mai     und     die     mittlerweile     gestorbenen Mitstreiter   Reinhold   Hepp,   Walter   Menges und    Walter    Vogel.    Erster    Museumsleiter war       Wolfgang       Heller.       Auch       er       ist mittlerweile         gestorben.         Aus         den ehemaligen               Lagerräumen               für Schulmaterialien     im     Dachgeschoss     der damaligen        Robert-Koch-Schule        waren helle, freundliche Räume geworden, die die Schätze   aus   der   Vergangenheit   des   Ortes und der Region beherbergen. „Ein Stück Seele“ für den Vorort Rechtzeitig   zum   Beginn   der   Feierlichkeiten zum     1075-jährigen     Bestehen     des     Ortes wurde    das    Heimatmuseum    Bierstadt    im März   2002   dann   offiziell   eröffnet.   Auch   der damalige     Oberbürgermeister     Hildebrand Diehl   war   der   Einladung   des   Heimatvereins zur     Eröffnung     gefolgt     und     zeigte     sich beeindruckt     vom     neuen     Museum.     „Mit dieser   engagierten   Arbeit   für   Ihre   Heimat   und   deren   Geschichte tragen   Sie   mit   dazu   bei,   ein   Stück   Seele   für   diesen   Ort   zu   schaffen”, betonte er. Zum           Ortsjubiläum           wurde           die Sonderausstellung    „2000    Jahre    Bierstadt und   die   Wäschbachregion”   aufgebaut.   Viele weitere        Sonderausstellungen        folgten: Eulen,       Puppen       oder       die       Germania- B    r    a    u    e    r    e    i    ,        der    Region,    Porzellan-Figuren,    Mercedes Benz,    die    Turnbewegung,    die    Fassenacht, Schmuck,   110   Jahre   Freiwillige   Feuerwehr. Sammeltassen     und     vieles,     vieles     mehr konnte      hier      in      den      Vitrinen      schon bewundert werden. V or       Kurzem       stand       das Jubiläum           „200           Jahre Bierstadter           Kerb“           im Mittelpunkt,     das     mit     einer eigenen       Sonderausstellung gewürdigt        wurde.        Dazu waren       viele       Fotos       aus früheren    Jahren    ausgestellt: Von   Kerbezügen   mit   Hunde- und     Pferdegespannen     und Menschentrauben      an      den Straßenrändern,                   von Karussells,   die   direkt   vor   der evangelischen                  Kirche aufgebaut     waren     und     von einigen    örtlichen    Originalen wie   dem   Süßwarenverkäufer   Schreiner   Kall,   dem   Drehorgelspieler Emil   Kneipp,   vom   Cramer   Kall   mit   seinen   Ziegen   und   dem   Rücks Michel und dem Kerbehammel. Stolz   war   das   Museumsteam   auf   den   alten   Kerbekrug   aus   Zinn   aus dem   Jahr   1817.   „Ein   einmaliges   Exemplar   aus   Privatbesitz,   das   wir als    Leihgabe    zeigen    dürfen“,    freut    sich    Bernd-Günther    Mai    vom Museumsteam. Museumsteam ist vielfach engagiert Das       Team       besetzt       nicht       nur       die Öffnungszeiten     an     jedem     zweiten     und vierten     Sonntagnachmittag,     sondern     es repariert,   arrangiert   und   installiert   auch   in den   Museumsräumen.   Und   natürlich   muss auch     geputzt     werden,     denn     der     Staub macht auch vor einem Museum nicht halt.  ÖFFNUNGSZEITEN Geöffnet   ist   das   Heimatmuseum   Bierstadt   im   Dachgeschoss der       Alten       Robert-Koch-Schule       in       Bierstadt       in       der Venatorstraße   10   an   jedem   zweiten   und   vierten   Sonntag   im Monat   von   14   bis   17   Uhr.   Nach   Terminvereinbarung   (unter Telefon    0611-50    33    00,    Bernd-Günther    Mai)    ist    der    Zutritt aber   auch   außerhalb   der   Öffnungszeiten   möglich.   Der   Eintritt ist frei. Aktuell   ist   die   Sonderausstellung   „150   Jahre   alte   Holz schnitz - ereien und Schmückkästchen“ zu sehen.